Advent in Hernals - Sonntag, 15.12.2013 ab 15 Uhr in der Herz-Jesu Sühnekirche, Doktor Josef Resch-Platz 12, 1170 Wien - Freier Eintritt! Im Anschluss: Agape im Pfarrsaal
   

Geschichte der Pfarre

Die Sühnekirche während der BauphaseDie Herz-Jesu-Sühnekirche

Der Name unserer Kirche hat historische Gründe: Ursprünglich war sie noch keine Pfarrkirche, sondern eine Anbetungskirche, in die -ähnlich einer Wallfahrtskirche- die Menschen mit besonderen Anliegen kamen. In der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts verbreiteten sich verstärkt zwei Gedanken in der Kirche Europas: Die "Herz-Jesu-Verehrung", die besonders die Barmherzigkeit Gottes und die christlichen Familien als "Herz der Kirche" betonte.

Heute würden wir vielleicht sagen: "Kirche mit Herz!" -Der zweite Leitgedanke betraf die "Sühne", also die Wiedergutmachung durch Gebet und gute Werke, damals noch besonders in Hinblick auf die schrecklichen Ereignisse des ersten Weltkrieges und die Wirren der Nachkriegszeit.

Die Kirche im heutigen ErscheinungsbildErbaut vom Canisiuswerk

Das Canisiuswerk (ein kirchlicher Verein zur Förderung geistlicher Berufe), vor allem ihr Leiter Dir. Josef Moser, hatte die Idee und ergriff die Initiative zur Erbauung dieser Kirche. Der Baugrund wurde vom Salzburger Erzstift St. Peter, das umfangreiche Besitzungen in Dornbach und Umgebung hatte, erworben.

Am Frauenfeld

Das "Frauenfeld", wie diese Gegend genannt wurde, war ein historisch bedeutsamer Platz, auf dem einer der entscheidenden Kämpfe zur Befreiung Wiens bei der Türkenbelagerung 1683 stattfand. Daran erinnert ein Sgrafitto an der Pfarrhausfassade. Der Bau schritt, gefördert durch zahllose kleine und kleinste Spenden der Bevölkerung, zügig voran. Bereits am 23.10.1932 erfolgte die feierliche Einweihung.

Neuromanisch als Alternative zum üblichen Stil der Zeit

Der Stadtbaumeister Ing. Bruno Buchwieser entwarf die Kirche in neuromanischem Stil, für diese Zeit durchaus ungewöhnlich. Diese einfache Bauweise förderte aber die rasche Fertigstellung sehr und bildete einen Kontrast zu den zahlreichen neugotischen Rohziegelkirchen in den Stadterweiterungsgebieten.

Altarraum in der Ausgestaltung von Prof. BauernfeindUmgestaltung des ursprünglich jugendstilähnlichen Innenraums

In weiterer Folge wurde das Innere der Kirche mehrmals umgestaltet. Besonders erwähnenswert ist die Gestaltung des Apsismosaiks durch Prof. Ernst Bauernfeind

Rosette und alte Orgel (Kaufmann 1961 elektropneumatisch III/47, abgebaut 1988, durch Eisenbarth mechanisch II/35 1991 ersetzt)Neue Orgel

Die neue Orgel (1991), in französisch-romantischem Klangstil (in Anlehnung an die Orgel der Pariser Kirche St.Eustache, erbaut von Aristide Cavaille-Coll), durch die Passauer Orgelbaufirma Eisenbarth.

Priester und Orden

Die priesterliche Betreuung wurde den Patres der "Kongregation von den Heiligsten Herzen Jesu und Mariä" (SSCC) übertragen, zuerst der deutschen und ab 1988 der polnischen Provinz. Zu einer eigenständigen Pfarre wurde unsere Gemeinde 1937 und ist seither vielen im Bezirk Hernals ein Stück Heimat geworden.

 

Wappen des Ordens, Glasfenster in der Hauskapelle (heute Damian-Kapelle)Näheres über unsere Kirche erfahren Sie auch unter:
www.sakralekunst.at