Eucharistische Anbetung

- jeden Donnerstag von 19.00 - 20.00 Uhr in der Kirche
- jeden 1. Freitag im Monat (Herz Jesu Freitag) von 15.00 - 17.00 Uhr in der Kirche, anschließend Hl. Messe
   

Eisenbarth-Orgel II/35 (1991)

Die neue Orgel der Herz-Jesu-Sühnekirche wurde 1991 von der Passauer Firma Ludwig Eisenbarth errichtet. Vorbilder für dieses Instrument sind vor allem die Werke des großen französischen Orgelbauers Aristide Cavaille-Coll, hier speziell in der Pariser Kirche Saint-Eustache. Dem Anspruch moderner liturgischer Verwendbarkeit entsprechend wurde keine Stilkopie angefertigt, sondern die typischen Elemente französischer Orgelbaukunst mit deutschem Einfluß vermischt, um auch hierzulande ein universell einsetzbares Instrument zu errichten, auf dem die Literatur der deutschen Romantik genauso interpretiert werden kann wie die französische Romantik. 

Auf der Eisenbarth-Orgel lassen sich daher besonders Cesar Franck, Louis Vierne, Charles Marie Widor, Charles Tournemire, Marcel Dupré und Maurice Duruflé darstellen, das 2.Manual mit seinen dicken Schwellkastentüren bietet bei vollem Werk unglaublich starkes Volumen und läßt sich - einzigartig für die Wiener Orgellandschaft - vom leisesten ppp bis zum vollen fff nuancieren, die Bandbreite ist hier weit über die normalen Schweller ausgelegt. Aber auch Vorläufer und Zeitgenossen von Dietrich Buxtehude, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Max Reger, Julius Reubke und Franz Schmidt klingen auf dieser Orgel stilsicher.

Um das fehlende 3.Manual zu kompensieren sind die Manuale bis zum c4 aufgebaut, d.h. sie bieten einen größeren Tonumfang als normalerweise in der süddeutsch-österreichischen Orgellandschaft üblich. Auch das Pedal hat einen größeren Tonumfang als üblich und reicht bis zum g1, daher wurde es radial ausgeführt, eine ungewöhnliche aber sehr angenehme Spielweise ist die Folge.

Eisenbarth-Orgel (II/35, 1991) der Herz-Jesu-Sühnekirche Wien © Karl-Johannes Vsedni MTK

Disposition

I.  Grand Orgue C - c4

Bourdon 16'
Montre 8'
Flûte harmonique 8'
Bourdon 8'
Salicional 8'
Prestant 4'
Flûte conique 4'
Doublette 2'
* Cornet I-V 
* Quinte 2 2/3' (Teilauszug aus Cornet)
* Fourniture V 1 1/3'
* Trompette 8'

II. Récit expressif C - c4

Flûte á pavillon 8'
Cor de nuit 8'
Viole de Gambe 8'
Voix celeste 8'
Flûte octaviante 4'
Viole 4'
* Nazard 2 2/3'
Octavin 2'
* Tierce 1 3/5'
* Piccolo 1'
* Plein jeu harmonique II-V 2'
* Cor anglais 16'
* Trompette harmonique 8'
Hautbois 8'
* Clairon 4'

Spieltisch der Eisenbarth-Orgel (II/35, 1991) der Herz-Jesu Sühenkriche Wien © Karl-Johannes Vsedni MTK

Tremblant

Pédale C - g1

Contrebasse 16'
Soubasse 16'
* Grosse Quinte 10 2/3'
Flûte 8'
Violoncelle 8'
Prestant 4'
* Bombarde 16'
* Trompette 8'

Spielhilfen

Koppeln: II/I, I/P, II/P alternierend
Appels (Sperrschleifen für die mit * gekennzeichneten Register)